Akkorde mit der linken Hand greifen und wechseln
Die rechte Hand findet die Melodie, aber links musst du vor jedem Akkord neu suchen? Dann lohnt es sich, die Begleitung kurz allein zu spielen. Mit C-Dur, F-Dur und G-Dur lässt sich gut ausprobieren, wie die Hand ruhiger von einem Griff zum nächsten kommt.
Ein erster Griff: C-Dur
Suche ein C in einer bequemen Lage links von der Tastaturmitte: Es liegt direkt links von einer schwarzen Zweiergruppe. Lege den kleinen Finger auf C, den Mittelfinger auf E und den Daumen auf G. Damit liegt der kleine Finger auf dem tiefsten und der Daumen auf dem höchsten Ton dieses Griffs.
Spiele die Töne zunächst nacheinander und dann gemeinsam. Lass die Hand locker. Der Fingersatz ist ein Ausgangspunkt; die passende Verteilung hängt auch von deiner Hand und den folgenden Tönen ab. Erzwinge keinen Griff, bei dem du dich verspannst.
Warum die Grundstellung manchmal umständlich ist
In Grundstellung heißen die drei Griffe C–E–G, F–A–C und G–H–D. Wenn du immer den Grundton unten spielst, wandert die ganze Hand. Das ist erlaubt, aber für einen flüssigen Wechsel oft unnötig.
Du kannst dieselben Akkordtöne anders anordnen. Liegt ein anderer Akkordton als der Grundton ganz links und klingt am tiefsten, heißt das Umkehrung. Probiere diese eng beieinanderliegenden Lagen; jede Tonfolge wird von links nach rechts gelesen:
- C-Dur: C – E – G
- F-Dur: C – F – A
- G-Dur: H – D – G; das H liegt direkt links vom ersten C.
Beim Wechsel von C-Dur zu F-Dur kann das C liegen bleiben. Beim Wechsel von C-Dur zu G-Dur bleibt G an derselben Stelle. Beobachte diese gemeinsamen Töne, bevor du alle Finger gleichzeitig versetzt.
Erst zwei Griffe wechseln
C-Dur: C – E – G
F-Dur: C – F – A
Beginne mit C-Dur und F-Dur in den oben gezeigten Lagen. Spiele C-Dur, lass den Klang kurz stehen und wechsle dann zu F-Dur. Das gemeinsame C kann liegen bleiben. Die beiden anderen Finger suchen F und A.
Wechsle ein paarmal in Ruhe hin und her. Wenn du nicht mehr nach den Tasten suchen musst, versuche, die Pausen zwischen den Griffen ähnlich lang zu lassen. Nimm erst danach G-Dur dazu. Die rechte Hand darf währenddessen Pause machen.
Wenn der Klang zu dick wird
Ein vollständiger Dreiklang tief im Bass kann auf deinem Keyboard undeutlich klingen. Spiele denselben Griff etwas höher und vergleiche. Für eine sparsame Begleitung kann links auch nur der Grundton erklingen, während rechts weitere Akkordtöne hinzukommen.
Bei eingeschalteter Begleitautomatik gelten zusätzlich die Regeln der Akkorderkennung. Manche Modi werten den tiefsten Ton besonders aus. Teste die Umkehrungen deshalb erst ohne Automatik und lies dann die Hinweise zu Erkennungsmodus und Split-Punkt.
Weitere Töne findest du in der Akkordübersicht. Wie aus den Griffen eine Liedbegleitung wird, zeigt die Anleitung zum Begleiten.
Zur Übersicht: Keyboard-Akkorde verstehen und zur Begleitung einsetzen