
Keyboard-Akkorde verstehen und zur Begleitung einsetzen
Mit C, E und G zusammen klingt bereits dein erster C-Dur-Akkord. Solche Griffe können eine Melodie oder deinen Gesang begleiten. Hier erfährst du, was die Akkordsymbole bedeuten, warum die gleichen Töne in verschiedenen Lagen vorkommen und was eine Begleitautomatik dazu beiträgt.
Was ist ein Dreiklang?
Ein Dreiklang besteht aus drei verschiedenen Tönen, die sich in Terzen anordnen lassen. Beim C-Dur-Dreiklang sind das C, E und G. C ist der Grundton. Die Abstände der beiden weiteren Töne zum Grundton bestimmen mit, um welche Akkordart es sich handelt.
Probiere C-Dur auf deinem Keyboard aus: Suche C direkt links von einer schwarzen Zweiergruppe. Die Grafik zeigt dir, welche Tasten du dazunimmst.
Einen einfachen Fingersatz und weitere Tipps findest du in der Anleitung C-Dur auf dem Keyboard greifen.
C-Moll (Cm) verwendet C, Es und G. Der Unterschied zum C-Dur-Beispiel liegt in der Terz: E wird zu Es erniedrigt. Dur und Moll sind deshalb nicht bloß verschiedene Namen für denselben Griff. Ob ein Akkord in einem Stück passend wirkt, hängt außerdem vom musikalischen Zusammenhang ab.
Was ein Akkordsymbol aussagt
C
Das Symbol C bezeichnet üblicherweise einen C-Dur-Akkord: C, E und G.
Offen bleibt
Das Symbol allein legt häufig weder Oktavlage noch rhythmisches Begleitmuster fest.
A-Moll (Am)
A steht für den Grundton, das kleine m für Moll. Zum A-Moll-Dreiklang gehören A, C und E.
Darauf achten
Zusätze verändern die Bedeutung. Ein Mollzeichen oder eine Ziffer darf beim Lesen nicht übergangen werden.
C/E
Der Schrägstrich benennt einen Basston. Bei C/E liegt E unten, während der harmonische Bezug C-Dur bleibt.
Darauf achten
E liegt hier tiefer als die anderen Akkordtöne. Das kann den Weg zum nächsten Griff verkürzen.
Umkehrung und Begleitmuster
Die Töne C, E und G können in verschiedener Reihenfolge liegen. In der Grundstellung steht C unten, in der ersten Umkehrung E und in der zweiten G. Der Akkord bleibt C-Dur, obwohl sich Lage und Spielgefühl verändern.
Du kannst Akkordtöne gemeinsam anschlagen oder in einem Muster nacheinander spielen. Ein Akkordsymbol ist deshalb noch keine vollständige Spielanweisung. Eine ausgeschriebene Begleitung kann zusätzlich Rhythmus und genaue Lage angeben. Notenschrift und Akkordsymbole ergänzen sich hier.
Selbst begleiten oder Begleitautomatik verwenden
Selbst gespielte Begleitung
Die gespielten Töne und ihr Rhythmus bilden die Begleitung. Ein Akkord kann zum Beispiel als gemeinsamer Anschlag oder als Folge einzelner Töne erklingen.
Zu klären
Welche Lage und welches Muster passen zur Melodie und zum eigenen Kenntnisstand?
Begleitautomatik
Das Instrument erzeugt Begleitmuster und reagiert je nach Modus auf gespielte Töne oder Akkorde in einem festgelegten Tastaturbereich.
Zu klären
Welcher Erkennungsmodus ist aktiv, und wo liegt der Bereich für die Begleitung? Die Bedienung hängt vom konkreten Instrument ab.
Eine vereinfachte Akkorderkennung eines Geräts ist nicht dasselbe wie ein allgemein gültiger vollständiger Akkordgriff. Beachte das Handbuch: Verschiedene Modi können dieselbe Tasteneingabe unterschiedlich auswerten. Ein konkretes Beispiel ist das Yamaha-EZ-310-Referenzhandbuch (PDF, deutsch) mit seinen Einstellungen zur Akkorderkennung. Die Erklärung zur Begleitautomatik zeigt, worauf du bei Erkennungsmodus und Tastaturbereich achtest.
Welches Thema gehört zu deinem Anliegen?
Zum Nachschlagen einzelner Griffe, zur linken Hand, zu Septakkorden und zur Gerätebedienung haben wir eigene Artikel verlinkt. In der Liste unten findest du den passenden Einstieg. Für den Einstieg in die Angebotswahl hilft dir die Übersicht Lernwege und Lernmaterial; Anforderungen an die Ausstattung erklärt die Instrumentenwahl.