Lieder mit Keyboard-Akkorden begleiten

Mit wenigen Akkorden kannst du Gesang oder eine Melodie begleiten. Hier findest du vier Folgen zum Ausprobieren und erfährst, wie du die Wechsel auf ein Lied überträgst.

Für den Anfang genügt es, die Töne eines Akkords zusammen anzuschlagen. Du musst die gesungene Melodie nicht auf dem Keyboard mitspielen. Stelle einen Klavierklang ein und lass die Begleitautomatik für die folgenden Beispiele ausgeschaltet.

Vier Akkordfolgen zum Ausprobieren

Eine Akkordfolge legt fest, welche Akkorde aufeinander folgen. Rhythmus und Dauer stehen damit noch nicht fest. Die Ziffern in den Karten zeigen nur die Reihenfolge. Klicke auf einen Akkord, wenn du seinen Griff auf den Tasten sehen möchtest.

Alle gezeigten Akkorde verwenden weiße Tasten. Bei G-Dur gehört das deutsche H dazu. Das kleine m im Symbol bedeutet Moll: Am steht für A-Moll, Dm für D-Moll.

1. Vier Akkorde im Kreis

  1. C-Dur (C)C · E · G
  2. G-Dur (G)G · H · D
  3. A-Moll (Am)A · C · E
  4. F-Dur (F)F · A · C

Diese Reihenfolge ist eine verbreitete Pop-Folge und wird auch Singer-Songwriter-Schema genannt. Wiederhole sie nach F-Dur von vorn. Übe dabei auch den Übergang zurück zu C-Dur.

2. Die Doo-Wop-Folge

  1. C-Dur (C)C · E · G
  2. A-Moll (Am)A · C · E
  3. F-Dur (F)F · A · C
  4. G-Dur (G)G · H · D

Dieselben vier Akkorde stehen hier in anderer Reihenfolge. Die Folge ist als Doo-Wop-Schema bekannt. Vergleiche die Rückkehr zu C-Dur: Hier kommt sie nach G-Dur, im ersten Beispiel nach F-Dur.

3. Mit D-Moll als Variante

  1. C-Dur (C)C · E · G
  2. A-Moll (Am)A · C · E
  3. D-Moll (Dm)D · F · A
  4. G-Dur (G)G · H · D

In dieser Variante ersetzt D-Moll den F-Dur-Akkord der zweiten Folge. Beide Akkorde teilen die Töne F und A. Spiele die zweite und die dritte Folge nacheinander und höre auf den Unterschied an dieser Stelle.

4. Mit F-Dur beginnen

  1. F-Dur (F)F · A · C
  2. G-Dur (G)G · H · D
  3. A-Moll (Am)A · C · E
  4. C-Dur (C)C · E · G

Diese Folge heißt in der Musiktheorie auch Hopscotch-Schema. Ihre Grundtöne gehen von F über G zu A und springen dann zu C. Spiele zum Vergleich erst diese Grundtöne allein und danach die vollständigen Akkorde.

Eine Folge gibt keine feste Stimmung vor. Melodie, Rhythmus, Tempo und Spielweise prägen mit, wie sie klingt. Für ein bestimmtes Lied brauchst du dessen tatsächliche Akkorde und Wechsel.

Ein einfaches Begleitmuster

Beispiel im 4/4-Takt: Nimm die erste Folge und spiele jeden Akkord einen Takt lang. Schlage seine drei Töne gemeinsam auf „1“ an und halte sie über „2, 3, 4“. Auf der nächsten „1“ wechselst du. Nach vier Takten beginnt die Folge erneut.

Zähle gleichmäßig und wähle ein Tempo, in dem du den nächsten Griff rechtzeitig erreichst. Stockt ein Wechsel, übe zunächst nur diese beiden Akkorde. Weitere Grundlagen zu Notenschrift, Rhythmus und Takt findest du in der Notenübersicht.

Die Akkordtöne einzeln spielen

Wenn die Wechsel sitzen, probiere dieses eigene Muster: Spiele bei C-Dur auf „1“ das C, auf „2“ das E, auf „3“ das G und auf „4“ wieder das E. Du spielst dieselben Akkordtöne nacheinander. Übertrage die Reihenfolge tief–mittel–hoch–mittel auf die anderen Griffe in Grundstellung.

Das ist eine mögliche Begleitung, keine Vorgabe für jedes Lied. Zusätzliche Bassnoten, Pedal und eine Melodie mit der anderen Hand können warten. Kürzere Wege zwischen den Griffen zeigen die Akkordumkehrungen für die linke Hand.

Die Begleitung auf ein Lied übertragen

Eine klare Vorlage wählen

Beginne mit einem Lied, dessen Melodie du kennst und dessen Akkorde du greifen kannst. Akkordsymbole wie C oder Am benennen den Klang. Taktstriche und die Position über den Noten zeigen, wann gewechselt wird. Ein Akkord muss dabei nicht genau einen Takt dauern.

Bei einem Liedtext kannst du dir das Wort merken, auf dem ein neuer Akkord beginnt. Ein passendes Hörbeispiel hilft bei der Zuordnung. In lose formatierten Textdateien können die Symbole verrutschen; verlasse dich dort nicht allein auf die Abstände.

Erst die Wechsel, dann das Muster

Schlage zunächst jeden Akkord einmal an und lass ihn bis zum nächsten Wechsel klingen. Summe die Melodie dazu. Bleibt der Ablauf gleichmäßig, kannst du ein einfaches Muster aus einer passenden Begleitfassung übernehmen.

Eine Melodie zum getrennten Üben findest du bei den kostenlosen Noten und Liedbeispielen. Weitere Griffe findest du in der Übersicht der 14 Akkorde auf den Tasten.

Mit Begleitautomatik spielen

Die Begleitautomatik übernimmt das rhythmische Muster. Du gibst die Akkorde im vorgesehenen Tastaturbereich vor und wechselst an der passenden Stelle. Je nach Erkennungsmodus gelten dafür andere Griffe. Die Anleitung zur Begleitautomatik erklärt die Einstellungen.

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