Begleitautomatik am Keyboard einrichten und spielen
Du spielst links einen Akkord und das Keyboard ergänzt Schlagzeug, Bass und weitere Instrumente: Das ist die Begleitautomatik. Sie kann aus wenigen Griffen eine volle Begleitung machen. Damit sie das Gewünschte spielt, müssen Erkennungsmodus und Tastaturbereich stimmen.
Vier Begriffe auf dem Bedienfeld
- Style: ein Begleitmuster, etwa mit einem bestimmten Rhythmus und einer dazugehörigen Instrumentierung.
- Split-Punkt: die Grenze zwischen Tastaturbereichen. Häufig erkennt das Instrument links davon die Begleitakkorde.
- Akkorderkennung: die Regel, nach der das Keyboard aus den gedrückten Tasten einen Akkord bestimmt.
- Sync Start: bei vielen Modellen ein Startmodus, in dem die Begleitung auf den ersten passenden Tastendruck wartet.
Die Bezeichnungen und Möglichkeiten unterscheiden sich je nach Modell. „Split“ kann außerdem eine Aufteilung zweier Klangfarben meinen. Die Akkorderkennungszone und eine Klangaufteilung müssen nicht dieselbe Grenze haben.
Die Klangaufteilung zeigt die Erklärung zur Split-Funktion. Wenn du zwei Klänge gleichzeitig über dieselben Tasten spielen möchtest, ist dagegen Layer beziehungsweise Dual gemeint.
Die Begleitung zum ersten Mal einrichten
- Handbuch bereitlegen. Suche nach „Automatische Begleitung“, „Style“ oder „Akkordgrifftechnik“. Dort stehen die tatsächlichen Tasten und Menüs deines Instruments.
- Ein einfaches Muster wählen. Beginne mit einem geraden, ruhigen Rhythmus. Stelle die Begleitlautstärke so ein, dass du deine eigenen Töne noch gut hörst.
- Akkorderkennung aktivieren. Wähle, sofern vorhanden, einen Modus für vollständig gegriffene Akkorde. Namen wie „Fingered“ sind ein Hinweis; die genaue Funktion erklärt das Handbuch.
- Erkennungsbereich prüfen. Spiele C, E und G gemeinsam vollständig innerhalb dieses Bereichs.
- Starten und Anzeige ansehen. Starte die Begleitung über die vorgesehene Funktion. Falls das Display Akkorde anzeigt, sollte dein C-Dur-Griff entsprechend erkannt werden.
Ein einfacher Wechsel zum Testen
Probiere zunächst diese Akkorde nacheinander: C – F – G – C. Lass die Begleitung bei jedem Griff einen Moment laufen und höre, wie sie sich beim Wechsel verändert. Ob du die Tasten später loslassen kannst, hängt davon ab, wie dein Instrument den letzten Akkord hält.
Wenn die Begleitung zu schnell wird, senke das Tempo. Das Ziel dieser Runde ist, die Reaktion des Keyboards zu verstehen. Eine Melodie kannst du später ergänzen.
Warum klingt etwas anderes als erwartet?
- Es läuft nur Schlagzeug: Prüfe, ob neben dem Rhythmus auch die harmonische Begleitung eingeschaltet ist und ob dein Griff im Erkennungsbereich liegt.
- Das Display zeigt einen anderen Akkord: Kontrolliere den Modus und alle noch gedrückten Tasten. Ein Einfinger-Modus kann dieselbe Eingabe anders deuten als ein Modus für vollständige Griffe.
- Rechts fehlen Töne: Vielleicht liegt der Split-Punkt zu hoch oder ein anderer Tastaturbereich ist aktiv.
- Beim Wechsel springt der Bass: Prüfe, ob ein Modus mit besonderer Basstonerkennung aktiv ist und wie er Umkehrungen behandelt.
Beim Yamaha PSR-S650 erkennt „Multi Finger“ Akkorde links vom Split-Punkt; „FullKeyboard“ nutzt dafür die ganze Tastatur. Die Unterschiede stehen unter „Chord Fingering“ im PSR-S650-Referenzhandbuch (PDF, englisch, Seite 45). Verwende für die Bedienung das Handbuch deines eigenen Geräts.
Die passenden Akkordtöne und Griffwechsel links kannst du auch ohne automatische Begleitung üben.
Zur Übersicht: Keyboard-Akkorde verstehen und zur Begleitung einsetzen